THUS I SPOKE

Kuratiert von Michelangelo Miccolis (IT)

Mit Dora Garcia (ES), Krõõt Juurak (EE), Cally Spooner (UK), Christodoulos Panayiotou (CY) und Adriana Lara (MX)


THUS I SPOKE ist eine Performance-Reihe, in der Vorschläge von international bekannten und aufstrebenden Künstler/innen zusammengebracht werden. Charakteristisch an diesen Vorschlägen ist, dass die Präsenz der Künstler/innen selbst – oder eine Stellvertretung – die Arbeit aktiviert.

Die fünf Performances der Herbstsaison setzen nicht nur spezielle Mittel ein und nutzen verschiedenste Formate der Präsentation, sondern sie verzichten gleichzeitig auch auf eine spektakuläre und theatralische Inszenierung.

THUS I SPOKE widmet sich der Positionierung der Künstler/innen sowie des Publikums und untersucht somit auch die latenten Hierarchien, welche im Zentrum dieser wechselseitigen und andauernden Beziehung stehen. Zugleich betrachtet die Performance-Reihe die ständigen Verhandlungen innerhalb dieser Beziehung, die im Namen der Wissensvermittlung und der geteilten Erfahrungen ausgelöst werden.

Biographien

Michelangelo Miccolis (*1981 in Mexiko-City/MX) ist Performer und Produzent.

Seit 2005 arbeitet er international und mit renommierten Künstler/innen, wie Tino Sehgal – Venedig Biennale (2005); Fondazione Trussardi, Milan (2008); Tate Modern, London (2012); Palais de Tokyo, Paris (2016); Romeo Castellucci (On world tour, 2007-2009),  Dora García –Venedig Biennale (2011/2015), Christodoulos Panayiotou – Venedig Biennale; IUAV University (2015), und Cally Spooner (Serpentine Galleries, London (2017) zusammen. Miccolis ist seit 2016 Leiter des Performance-Programms der «Material Art Fair» in Mexiko-City und arbeitet aktuell mit Ingo Niermann and Dora García an dem Projekt «The Army of Love». 2017 organisierte er anlässlich der Venedig Biennale im Mexikanischen Pavillon die Performances der Arbeit «Life in the Fold» von Carlos Amorales.

Dora García (*1965 in Valladolid/ES, lebt in Oslo/NO und Barcelona/ES)

unterrichtet an der Oslo National Academy of the Arts in Norwegen und am HEAD in Genf. Sie ist Co-Direktorin von Les Laboratoires d’Aubervilliers in Paris. Ihre Arbeit ist vorwiegend performativ und behandelt insbesondere gegenwärtige gesellschaftliche Themen in Bezug auf Gemeinschaft und Individualität. Sie erforscht das politische Potenzial von marginalisierten Subjekten und würdigt exzentrische Charaktere sowie Anti-Helden. García ist an zahlreichen internationalen Anlässen vertreten.
Präsentationen (Auswahl): 54sten, 55sten und 56sten Venedig Biennale (2011, 2013 und 2015); dOCUMENTA 13 (2012); 29sten São Paulo Biennale (2010); 16ten Sydney Biennale (2008); Münster Skulptur Projekte (2007).

Krõõt Juurak (*1981 in Tallin/EE, lebt in Wien/AT)

ist Künstlerin und Performerin, deren Performances sich sowohl an ein menschliches wie auch an ein nicht-menschliches Publikum richten. Ihre Arbeit umfasst Präsentationen, Texte, Workshops, Stimmungswechsel und Konflikte. Sie zeigte ihre Arbeit an Veranstaltungsorten in und ausserhalb Europas.  Präsentationen (Auswahl): CAC Vilnius; CAC, Genf; Tallinn Art Hall; Tanzquartier, Wien.

Cally Spooner (*1983 in Ascot/UK, lebt in Athen/GR)

wurde 2013 mit dem Preis der «Paul Hamlyn Foundation» und 2014 mit dem «Future Generation Art» Preis ausgezeichnet. Sie ist Autorin des Romans «Collapsing in Parts», der von Mousse im Jahr 2013 veröffentlicht wurde. Präsentationen (Auswahl): «And You Were Wonderful, On Stage», Stedelijk Museum, Amsterdam (2016); «On False Tears and Outsourcing», New Museum (2016); «The Anti-Climax Climax», Bielefelder Kunstverein (2015); Tate Modern, London (2014); Tate Britain, London (2014); High Line, New York (2014); Stedelijk Museum, Amsterdam (2013); Performa 13, New York (2013); Aspen Art Museum (2015); REDCAT, Los Angeles (2015); Frieze Projects, London (2015); Kunstverein München (2014); Frieze Projects, New York (2014); KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2013); Jeu de Paume, Paris (2013) und Serpentine Gallery, London (2012).

Christodoulos Panayiotou (*1978 in Limassol/CYP)

umfassende Recherche befasst sich mit der Identifikation und dem Aufdecken von versteckten und verdrängten Erzählungen innerhalb visueller Aufnahmen von Geschichte und Zeit. Präsentationen (Auswahl): 56sten Venedig Biennale im Zypern Pavillon; Moderna Museet, Stockholm; Kunsthalle Zürich; Casino Luxembourg; CCA Kitakyushu; Museum of Contemporary Art, St. Louis; Museum of Contemporary Art, Leipzig; Centre d’Art Contemporain de Brétigny; Point Center of Contemporary Art, Nicosia; 13. Sharjah Biennial; dOCUMENTA (13), Kassel; 8. Berlin Biennale; 7. Liverpool Biennial; Centre Pompidou, Paris; Museion, Bolzano; Migros Museum, Zürich; CCA Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco; Joan Miro Foundation, Barcelona; Witte de With, Rotterdam; Bonniers Konsthall, Stockholm; Philadelphia Museum of Art; Ashkal Alwan Center for Contemporary Arts, Beirut; Artist Space, New York; MoCA Miami.
Jean Capeille (*1989 in Paris/FR) ist professioneller Tänzer.

Adriana Lara (*1978 in Mexico-City/MX)

wurde nach ihrem Studium an der UNAM in Mexico-City und einem Jahr in Paris im Post-Graduate-Programm im Palais de Tokyo, Mitbegründerin des non-profit Produktionsbüros «Perros Negros» in Mexico-City, mit dem sie parallel zu ihrer eigenen künstlerischen Praxis Ausstellungen kuratiert und das Zine Pazmaker herausgibt. Seit August 2017 ist Lara zudem im Leitungsteam der Shedhalle Zürich.
Präsentationen (Auswahl): Kunsthalle Basel; Utah Museum of Fine Arts; Algus Greenspon Gallery; Air de Paris Gallery; House of Gaga, Mexico; dOCUMENTA13, Kassel; MOCA Miami und Wattis Institute for Contemporary Art, San Francisco.