THEATRE OF SOUND

Kuratiert von Philipp Cron (CH)

Mit Jimena Cugat (CH) & Änni Rüfenacht (CH), Emre Sarigöl (TR) & Sally Schönfeldt (AU), Juice & Rispetta, The Kill Joys und Leo Hofmann (CH)

We will open Cabaret Voltaire for the examination of sound: Theatre of Sound.
We will initiate the examination of sound through performance.
We will form the Theatre of Sound as a loud stage, as a silent club, as a digital concert
venue, as an analog performance hub and as a rhythmic circus.
Theatre of Sound is performing Sound-performing performance.
We want composition to incorporate the presence of the physical: movements, gestures,
voice, scenography, computers and synthesizers.
We seek appreciation of live-ness in its immediacy.
We accept sound as decisive element.
We must fruit the loops.
We must loop the free.
We must be seated.
We must be in motion.
We must listen.
We must feel.
We must cherish moods.
We need to get lost in moods.
We need moods as a gateway to transcendent transients.
We want sound to introduce us to new worlds, beyond major and danger, like a strolling drone.
We must reminisce about the future of sound.
We must not look for explanation in sound, but for visions.
So Eden sank to grief, so dawn goes down to day. Nothing old can gourmet.

 

Biographien

Philipp Cron (*1989 in Zürich/CH)

kuratiert und organisiert seit Anfang 2017 die «Soirées Musicales» im Cabaret Voltaire. Das breit angelegte Programm stellt die unterschiedlichen Formen der elektronischen Musik sowie unkonventionelle Herangehensweisen und den performativen Umgang mit Klang in den Vordergrund. Aus Kollaborationen nationaler- sowie internationaler Künstler/innen sollen spartenübergreifende Arbeiten entstehen, die im Cabaret Voltaire uraufgeführt werden. Cron absolvierte einen Bachelor in Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern sowie in der Medialen Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Cron ist Komponist und Organisator.

 

Jimena Cugat (*1986 in Caracas/VEN, lebt in Zürich/CH)

beendete im Jahr 2008 ihr Architektur-Studium und begann in den Bereichen Szenografie und Bühnengestaltung zu arbeiten. Als Bühnengestaltungs-Assistenz war sie an dem Kurzfilm «Hibernation» beteiligt, der 2012/13 an verschiedenen internationalen Festivals gezeigt wurde. Darauf folgte eine Gastassistenz im Bereich Bühnenbild an der Volksbühne in Berlin, wo sie für die Theatergruppe SIGNA in der Produktion Club Inferno arbeitete. Anfang 2013 assistierte sie Sabrina Winkler in der Produktion «Mountain Glory» von Markus Gerber im Bereich Bühne und Kostüm an der Gessnerallee in Zürich und war von 2013 bis 2014 Assistentin im Bereich Bühnenbild am Konzert Theater Bern.
Präsentationen (Auswahl): Fabriktheater Zürich; Konzert Theater Bern und Grosse Halle Reitschule Bern.


Annie Rüfenacht (*1988 in Bern/CH) ist Komponistin und Musikerin.

Sie studierte Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern. Ihre künstlerische Arbeit erstreckt sich über verschiedene Genres, wobei zu ihren hauptsächlichen Arbeitsbereichen Soundcollagen, Kompositionen für Live-Elektronik und traditionelle Instrumente, sowie Filmvertonungen gehören. In ihrer Band Berg&Berg steht sie als Sängerin auf der Bühne.
Präsentationen (Auswahl): Ruhrtrienale, Ruhrgebiet; Luzerner Theater; Theater Bern und Theater Basel.

 

Sally Schönfeldt (*1983 Adelaid/AU, lebt in Zürich/CH)

benutzt das diskursive Feld als Fundament ihrer Arbeiten. Sie kreiert ortsspezifische Umgebungen die informative, kontemplative Situationen eröffnen und welche die rätselhaften Erlebnisformen innerhalb der Produktion und Rezeption von Wissen inszenieren. Fokus ihrer Arbeit ist das Generieren alternativer Möglichkeiten, die Interaktion mit Geschichte und das kreieren neuer Narrative und das gleichzeitige Akzeptieren anderer Kulturordnungen. Sally beschäftigt sich ebenfalls mit Formen des Gedächtnisses sowie der Spannung zwischen der subjektiven und objektiven Wahrnehmung – in einem privaten sowie öffentlichen Kontext.
Präsentationen (Auswahl): «Plattenstrasse 10» (2014), Shedhalle Zürich und Helmhaus Zürich; «The Ketty» La Rocca Research Centre, Istituto Svizzero, Rom (2015); «The Struggle within the Struggle», Upstate, Zürich (2015); «These remains will never return», Swiss Art Awards, Basel (2016) und «We Demand!», Les Complices, Zürich (2016)

 

Emre Sarigöl (*1983 in Istanbul/TR, lebt in Zürich/CH)

aka Fezaya ist Musiker aus Istanbul und arbeitet mit experimenteller elektonischer Musik. Seit seinem frühen Alter hat er sich mit improvisierten musikalischen Praktiken beschäftigt. In seinen von Stromspannung getriebenen Klangexperimenten arbeitet er mit Improvisation und kreiert unterschiedliche Muster, welche durch die Benutzung von analogen Schaltkreisen miteinander vermischt werden und sich gegenseitig beeinflussen. Während seiner Sessions generiert er akustische Strukturen die sich zwischen Basstönen, Lärm, Polyrythmus und Sound-Landschaften bewegen und kombiniert er analoge sowie modulare Elektronik und Live-Instrumente miteinander.


Magda Drozd (*1987 in Warschau/PL, lebt in Zurich/CH)

aka The Kill Joys lebt seit 2011 in der Schweiz. Sie hat nicht nur an der Gessnerallee in Zürich und am Fabriktheater in Bern prouziert, sondern ist mit ihrer Arbeit schweizweit in diversen freien Kunsträumen vertreten. Sie ist fester Bestandteil der freien Theater- und Kunstszene in der Schweiz und ist als Performerin, Theatermacherin und Künstlerin in unterschiedlichen Konstellationen tätig. Zusammen mit Olivia Hyunsin Kim gründete sie 2016 die Gruppe «The Kill Joys».


Olivia Hyunsin Kim (*1987 in Siegen/DE, lebt in Berlin/DE)

aka The Kill Joys arbeitet als Chroreografin und Performancekünstlerin in Frankfurt, Berlin und Zürich. Als «ddanddarakim» kollaboriert sie mit unterschiedlichen Künstler/innen. Aktuell arbeitet sie an der Serie «MeMe», welche sich mit Exotismus in Bezug auf nicht-weisse «andere» Körper beschäftigt. Der erste Teil «she came, she saw, she said: meme» hatte an den Tanztagen Berlin 2016 Premiere und wurde für den Ponto Performance Preis nominiert. Zusammen mit dem zweiten Teil von «she came, she saw, she said: meme» wurde die Arbeit u.a im Mousonturm in Frankfurt, in den Sophiensaelen in Berlin und den Uferstudios Berlin gezeigt. 2016 gründete sie zusammen mit Magda Drozd die Gruppe «The Kill Joys».

 

Leo Hofmann (*1986 in CH/DE, lebt in Bern/CH und Hamburg/DE)

kreiert und spielt musiktheatrale Stücke, Klang-Performances und experimentiert mit hörspielartigen Formen. Seine Musik setzt sich spielerisch mit Stimme, Bewegung und Technik auseinander und wurde an diversen internationalen Festivals in Deutschland, England, Dänemark, Griechenland, Österreich, Kenia und der Schweiz gezeigt.
Präsentationen (Auswahl): Künstlerhaus Faktor, Hamburg; Teater Refleksion, Aarhus; Goethe Institut Nairobi, Konzerthaus Berlin.