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1916 ff (historisch)
1919ff (gestern)
2002 (jetzt)

Die poetische Chronique Zurichoise der Dadaisten schliesst u.a. mit einem Eintrag im Juni 1919: „Fiktives Duell Arp–Tzara auf der Rehalp, mit Pistolen, die in die gleiche Richtung gingen, und vor Gästen, um einen privaten bläulichen Sieg zu feiern.» Seither hat das Begriffspaar Dada–Zürich mit Vergangenheitsbewältigung zu tun.
Ein bisschen wach geküsst wurde Dada vom Verleger Peter Schifferli, der in den späten fünfziger Jahren die Dada-Texte der Gründer (und mit den Gründern) in allen Variationen zu edieren begann. Ein kurzes boum-boum erinnerte 1966 an die Dada-Zeiten vor 50 Jahren: Mit Arps Vignette wurde beim ehemaligen Eingang zum «Cabaret Voltaire» die Geburt Dadas für Zürich reklamiert und offiziell abgenabelt. 1980 folgte die Ankaufsaktion von Dada-Werken und -Dokumenten durch das Kunsthaus Zürich, erweitert und ausgestellt wurde die Sammlung 1994 («Dada global»). Beides war nur möglich dank dem wunderbaren Engagement des Zürcher Buchhändlers und Antiquars Hans Bolliger, der die Bedeutung von Dada als monumentale Zeitkritik und geistig-künstlerische Inspirationsquelle schon früh erkannt hatte.
Das jüngste Nach-Dada-Kapitel, die Hausbesetzung und alles Drum-und-Dran, spiegelt nochmals die traditionelle Diskrepanz der Zürcher Dada-Positionen zwischen genereller Gleichgültigkeit, kultureller Verweigerung und illuminierten Sympathisantentums.


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